Monatsarchiv für Mai 2010

BlauBaer

Der „Andere“

Das ist Anton. Mein „Freund“. Also – er könnte es werden, wenn die beteiligten Leinenhalter einfach mal loslassen könnten und wir die Möglichkeit hätten uns auseinander zu setzen. Naja, so bleibt es beim Status Quo: Anton reißt sein Herrchen fast um, weil der reife Herr mit den 50kg Jugend am Ende der Leine mehr als herausgefordert ist.

 

 

 
Und auf der anderen Seite/Leine bin ich, der ihm gleich sagt wo der Hammer hängt. Verbal und manchmal auch mit einem „aufbauen“ versuchen Frauchen/Herrchen der Lage eine weniger aggressive Note zu geben.

 

 

Ja, es ist schon schade – mit der Körpersprache ist halt kein Blumentopf zu gewinnen – leider !

Ein trauriger Herr Roki

BlauBaer

Eine lange Woche..

..geht zu Ende, mein Herrchen hat heute endlich mal Zeit für mich (und Frauchen) und so sind wir nach dem Aufstehen sofort ins Auto gesprungen, um eine neue Wiese zu entdecken und die Dörfer der Umgebung kennenzulernen.

Und wie immer ist es verhext: Die Strippenzieher sind wohl wegen dem fehlenden Frühstück im „unterkoffeinierten“ Schockzustand und haben KEINE Kamera mitgenommen !

Und dann sah ich den Hundehimmel: Drei Feldhasen kommen uns entgegen und fürchten uns nicht. Im Gegenteil, sie toben bis auf 10m Abstand um uns herum und wollten nur noch ausknobeln, wer mir als erster ins Maul springen darf :mrgreen:. Das die Schleppleine störte muss ich nicht erwähnen, oder?

Also die Hasen rennen ins hohe Gras, so dass selbst ich verschwinde – also hinterher ! Schneller ! Links, rechts, links, gerade – Frauchen: ROKI -ZURÜCK! Und ich höre, die Hasen hören und springen (vermutlich weil Frauchen Angst hat, dass ich zu viele Zecken aufsammle) auf den Weg zurück. Ich hinterher… Das könnte ich soooo lange weiter erzählen. Dann war bei mir die Luft raus.

Nachmittag gab es endlich noch eine Runde zum Mühlenteich mit den zwei „Angeber“-Schwänen, der Olle hat einen auf Chef gemacht, aber das interessierte mich nicht – statt dessen untersuchte ich lieber den Uferbereich mit den Kröten und den tausenden Kaulquappen (ja – ohne Knippse).

Nach dem ausschlafen hörte ich vom Tisch ein rufen: „Du da! Ja, ja – Du pelziges Ding. Ich habe eine Lichtallergie, bring‘ mich ins Dunkle.“

 

 

Und so ging es eine ganze Weile, bis ich einfach Mitleid hatte.

 

 

Und als die Strippenzieher plötzlich losbrüllten vor lachen war mir klar, dass war eine ganz gemeine Falle gewesen… Naja, zumindest hat das Fettnäpfchen geschmeckt. Meine Augen sind auch schon besser, Danke der Nachfrage. Ist ja auch kein Wunder, wenn man „das Ding“ 10 Minuten lang fixiert und immer das Betteln hört – na Ihr wisst schon :roll:

Den Hinweis, dass das „Ding“ mich angesprungen ist während ich gähnte ließen sie gelten. Verstehe ein Hund die Zweibeiner. Soviel zum Thema: „Kein Essen vom Tisch“. Wozu fahren DIE nochmal zu den Seminaren?

 

Euer Herr Roki mit Beuli

PS: Und dann stelle ich Euch meinen „Freund“ Anton vor :evil:

BlauBaer

Roki der Schwan

Gestern war es wettertechnisch noch ganz nett, aber für heute war mehr oder weniger „Weltuntergang“ angekündigt, so dass ich zumindest eine extra-tolle Tour in der regenfreien Zeit erwartet hätte. Also lege ich mich in die Sonne und warte auf das erscheinen meiner Futterautomaten.

 

 

Aber dann: Ich glaub‘ mich knutscht ein Dackel, haben beide Arbeitsklamotten an – zum Feiertag! Hat man da Worte? Also dachte ich, OK, 1 Stunde vielleicht und dann gehts ab… (Seht Ihr hinten den blöden Kompost? Stinkt zwar schön, aber ich darf da nicht rein..)

Also erste Runde pennen. Mein Frauchen meinte, der liegt mit seinem langen, neugierigen Hals wie ein Schwan.. :cool:

 

 

Später sah ich noch die geeigneten Kandidaten in Sachen Fortbewegung für meine Strieppies, die tapfer weiter machten bis es tatsächlich regnete…

 

   

Und morgen erzähle ich Euch mal, wie ich die anderen hündischen Nervensägen auf meinen Runden weg-ignoriere. :smile:

Herr Roki, der Schwanenkönig mit hässlichem Entlein Beule an der Seite

PS: Nach dem Hagel und der anschließenden Sintflut waren wir im Wald „Schlamm baden“. Danach wurde ich meiner schwarzen Stiefel in lauwarmen Wasser entledigt, dabei wäre Beule sicher beeindruckt gewesen – vom gestiefelten Roki.

BlauBaer

Roki der Goldgräber

Manchmal sind die Leinenhalter übermütig vor Zufriedenheit und geben mir ohne besondere Leistung einen Kauknochen. Und da ich vor dem Garteneinsatz der „Alten“ Futter bekommen hatte und nebenbei durch vor bildliches Verhalten das eine oder andere Hundekonfekt bekam, tja, da beschloss ich einfach den Knochen aufzuheben – ist ja schließlich in gewisser Weise „Hüftgold“.

Und gestern, nach einem üblichen Arbeitstag – zuminsest für mich, denn die Strippies waren Freunden die Stadt Dresden zeigen und da wäre es für mich schwierig geworden, wegen der dummen Menschenvorschriften und der Wärme von über 22°C – ging es dann erst auf die Wiese und danach in den Garten.

Szenenwechsel: Kompost umsetzen – Die Bilder haben sie sich gespart, denn letztes Jahr waren ja auch schon so riesige Engerlinge im Kompost vom Nashornkäfer. Jedenfalls ging es die ganze Zeit: Oooh, Aaaah, Ooooh usw. Dann kam der erste gesiebte Mutterboden und sollte in die Wiese eingearbeitet werden. Und da war so ein komisches Löchlein und ein Scharrhügel :mrgreen: Und MEIN Knochen.  Frauchen wollte nicht das ich den futtere, weil der durch die Bodenfeuchtigkeit quasi auseinander rollte und nichts mit einem richtigen Knocken gemein hat. Also habe ich das „A4-Blatt“ runter gewürgt, dazu brauchte ich 4,6 Sekunden

:shock: So sahen Frauchens und meine Augen aus. Bei mir, weil ich kaum Luft bekam und Frauchen, weil sie zu langsam war. Eigentlich wollte ich nicht schon wieder erwähnen, dass die Menschen bloß zwei Beine haben…

Herr Roki mit mexikanischen Freund Beulito

BlauBaer

Alte Gewohnheiten

Kennt Ihr das auch? Kaum waren die Leinenhalter bei einer „Weiterbildung“ und schon versuchen sie ihr „Wissen“ zu erproben – an mir !

Und weil das Buch mit dem „Wölfisch“ auf dem Tisch liegt und besonders Herrchen wilde Tiere liebt, da habe ich ihnen den Gefallen getan und mein Rudel gerufen :mrgreen:….

Die Reaktion der „Alten“ kennt ihr bestimmt schon. Ja, da ging es wieder los: Frauchen verschwindet einfach aus dem Haus, ich bin aufgeregt und will mit einem Ruf „Frauchen, hier bin ich – nimm mich mit !“ sofort hinterher. Türen aufmachen ist kein Problem für mich, aber bereits an der ersten Tür stürtzte im Haus ein Krach auf mich ein, so dass ich sofort meine Ruferei einstellte und mich ins Schlafzimmer verkrümelte. Naja, das ging noch x-Mal so, einschließlich ewiger Wanderschaft durch das ganze Haus, alle liefen durcheinander, bis ich aufgab.

In Wirklichkeit bin ICH der Einsichte gewesen, denn das leiden in ihren Gesichtern war echt traurig und mit ihrer eingeschränkten Sicht auf meine wölf…, ähh, hündische Welt können sie nur so halb-lappsch-lila umgehen :cool:

Tja, die haben ja auch nur zwei Beine, kein Fell… Muss ich noch mehr sagen?

 

Herr Roki mit Adjutant Beule

 

Bettini

Herr Roki

Frauchen kam heim und der erste Gang ist, mit mir und Beule zum Briefkasten. Da stand sie da und ich dachte die spinnt. Steht wie angewurzelt da, hat Gänsehaut am Körper und schreit laut ihre Freude durch die Gegnend:

„Herr Roki…..Du hast Post von Dr. Jones!“

Ich dachte jetzt ist die Gaga. Schaut selbst….

Juhu, ich habe Post aus Dänemark…Vom Indischen…und seinen Strippenziehern….ganz herzlichen Dank dafür… ich bin jetzt gestiegen im Sozialverband der Rokis, zum „Herrn“ avanciert

Herr Roki träum,träum…das klingt doch gut!:lol:

Der Herr Roki und die Roki’s

 

Bettini

Gefiederte Freunde

So langsam freunden sie sich an, dass auch in unserem Garten der Tisch gedeckt wird. Leider haben wir das Futterhäuschen zu spät im Winter aufgehangen. Somit ist es nicht genutzt worden.

Auf den hier müssen wir doll aufpassen. Sieht so aus als wenn im Lebensbaum ein Nest ist. Oller Spanner.

Euer Roki

Die für uns wichtigen Erkenntnisse entstehen oft erst im nachhinein. Offenheit, man könnte es auch liberale Grundeinstellung nennen, und das viel zitierte Bauchgefühl sind uns dabei besonders wichtig. Nun, unser Blick  auf bestimmte Verhaltensweisen hat sich nicht grundlegend geändert, aber an vielen Stellen bot das Seminar eben die Gelegenheit, das Ganze aus wissenschaftlicher Sicht zu betrachten (und Zahlen/Statistiken lügen weit weniger als Menschen). Die Fragen die wir so oft anderen Zeitgenossen gestellt haben (Stichwort „Alpha“) haben wir für uns insgeheim immer selbst zu beantworten versucht. Aber wir haben auch den Erfahrenen unser Gehör geschenkt und sind deshalb, oft auch weil es so offensichtlich schien, ein bissel von unserem Weg abgekommen. Die Tatsache, dass wir schon 15 Jahre lang einen Hund zuvor hatten, impliziert nicht die intensive Auseinandersetzung mit Hunden, denn die betreiben wir erst seit Roki’s Ankunft. Jetzt wissen wir, dass wir einen Typ C hatten – das Seelchen…

Und die Möglichkeit der Hinterfragung bestimmter Erfahrungen und Probleme ist ja das schöne an einem Seminar. Die Diskussion erfolgt unmittelbar und die verschiedenen Erfahrungen der Teilnehmer, Sichtweisen und Ziele tragen ihren Teil dazu bei. (auch wenn einige wenige Menschen eher sich als ihren Hund präsentiert haben)

Wenn jeder nur seine Meinung für die richtige hält, dann brauchte kein Mensch irgendwelche Seminare, weil alle anderen ja eh falsch liegen. Interessant war, dass es mindestens genauso viele Einwände gegen das eine oder andere gab wie Anwesende, mal abgesehen von denen, die aus anderen Gründen beim Seminar waren. Das was wir bei Hundebegegnungen beobachten (wo die Menschen nicht auf einem halben Quadratmeter stehen und ihre Hunde vollkeksen) und das in freier Wildbahn sich abspielende kann man nicht immer direkt vergleichen (es sei denn Roki haut einfach ab), aber das meiste schon.

Fazit: Statt alles zu zerreden sollte jede/r seiner/n Intuition/en folgen, dass ist meistens die bessere Entscheidung. Denn wir Menschen sind wie unsere Hunde geprägt von unserer Umwelt. Und dann war da noch das Maß halten usw., na ja, eine Predigt wollte ich jetzt nicht schreiben.

Jedenfalls freuen wir uns schon auf das nächste Seminar.

 

Die Roki-Eltern

 

Bettini

Ich bin wieder da!

Frauchen  war ganz aufgeregt. Ob ich wohl lieb war? Nichts kaputt gemacht habe? Zu den Pflegerinnen und Pflegern nett war?

Mich nicht rumgestritten habe? All diese Fragen haben sie auf der Autobahn schnell dahin sausen lassen, zu mir!

Ja, Ich habe mich dort wohlgefühlt! Mein Hotel war in Ordnung. Nettes Zweibettzimmer mit Auslauf und frischem kühlen Wasser. Ein nettes Hundemädel auf der Bude. Futter ans Bett. Was will ich mehr!

Das es mir gut gefallen hat…..Frauchen hat es daran erkannt, dass ich kein Geschirr umhatte, kein Halsband. Ich habe also diese nette Pflegerin ganz nah an mich gelassen. Und wie sie die Tür öffnete, da beugte sie sich runter(!) und sagte: Schau Roki wer da ist!

Da bin ich so schnell mich meine Beine tragen konnte gerannt. Zu Frauchen und zur Pflegerin und zu Frauchen und hin und her. Frauchen war beeindruckt. Alles super.

Heh Frau Peggy, nicht traurig sein…. ich komme mal wieder….

Zu Hause war es ganz Lustig, Roki hat offensichtlich Herrchen gesucht! Rannte in alle Türen, Treppe rauf und Treppe runter. Wo isser? Och nicht da.

Unsere Welt ist wieder In Ordnung!

Beule saust um Roki rum!

Liest  die neu erworbene Fachliteratur!

…und Roki ist entspannt und zufrieden. Zu Hause ist es doch am schönsten.

Euer Roki

BlauBaer

Es werde Licht!

Ja, da könnte der passende Slogan für das letzte Wochenende in Berlin gewesen sein. Wie Roki schon bei seiner „Urlaubs-Abreise“ erwähnte, besuchten wir das Seminar „Wölfisch für Hundehalter“ von und mit Günther Bloch. Für uns ging es vordergründig darum, uns aktiver mit dem Thema auseinander zu setzen, unsere Erfahrungen mit anderen zu besprechen und einfach mal den Blick auf „hündische Themen“ aus Sicht anderer Menschen zu hören und sehen.

Wir für uns können sagen: Es hat uns weitergebracht. Aber nicht weil wir Zustimmung suchten, sondern weil unser Bauchgefühl uns oft weiter gebracht hat, als es uns selbst bewusst war. Bestimmte Dinge haben wir natürlich anfängermäßig falsch gemacht, auch gegen den ausdrücklichen Rat einer/s viel erfahrenen Hunde-Spezialisten… (Stichpunkt: Lernkurve und Beratungsresistenz). Wobei auch hier anzumerken bleibt: auch Spezialisten sind Menschen und wissen nicht alles. Das ist nicht die „Alles-totschlagende-Kritik-weil-ich-eine-weiße-Weste-habe“, sondern schlicht normal. Allerdings hat sich das hinterfragen und das übernehmen der vollen Verantwortung als guter Weg heraus gestellt. Letzten Endes ist es so, dass die Entwicklung im Verhältnis zwischen Roki und uns weiter geht und nicht endet bzw. verharrt.

Und nun am Sonntagabend ist es schon total komisch, das Roki (noch) nicht da ist. Dafür haben wir in einer so etwas von unglaublichen Lokalität übernachtet, dass niemand auf die Idee gekommen wäre, dass wir im Zentrum von Berlin waren. Stichwort: Hinterhof, vergitterte Fenster, Heizung ging nicht, Gemeinschaftsbad, 5-Bett-Zimmer etc.pp. Wir haben so herzliche Stunden miteinander verbracht, gelacht das heute noch der Bauch schmerzt, „geistige“ Getränke konsumiert und uns morgens über die Geruchsmischung aus Wein + Knoblauch nur noch wundern konnten. Und dann waren die ganze Nacht die Waldarbeiter am arbeiten und sägten unentwegt die gesamte Vegetation entzwei :mrgreen: Aber im Grunde haben wir wunderbar geschlafen, außer S. dessen Klapp-Couch ihn ständig zu fressen versuchte. Und zum „Glück“ war die Couch auch noch 15cm zu kurz für den Ärmsten. ABER: Gerne wieder mit Euch zur „Klassenfahrt“ !

Die Roki-Eltern

 

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