BlauBaer

Die Zeit…

…heilt alle Wunden, so heißt es. Eine Woche ist Roki nun nicht mehr da. Ist eine Woche eine lange Zeit? Zeit – auf jeden Fall, denn Luft anhalten kann ich nicht mal 3 Minuten. Aus dieser Sicht ist eine Woche also 3.360 Mal die Luft anhalten…  So fühlt es sich auch auch an.

Es ist unfassbar wie die Stille anstrengend sein kann und traurig macht. Das üblich Schnarchen, Knurren, Jammern, Fell ablecken (besonders zwischen 1:00 und 3:00 Uhr) hinterher laufen und besonders das typische „Roki-Geklapper“ auf dem Fußboden fehlt.

Luigi ist auf jeden Fall auf leisen Sohlen unterwegs, sogar die Katze „schlurft“ mehr – was aber vermutlich auf der Nichtnutzung der Krallen liegt.

Beide haben sich nur wenig anders verhalten nachdem Roki gegangen war. Luigi futtert inzwischen ganz gut, am liebsten mit („Stinke“-) Blättermagen. Zudem holt er jetzt den „Behüter“ raus und braucht mehr geistige Beschäftigung. Ist ja auch richtig so, für Beide geht es weiter im Leben. Es wäre ja furchtbar, wenn beide jetzt depressiv in der Ecke hocken und das Futter verweigern würden.

Roki ist da wo wir im Sommer jeden Tag sind und uns nicht alle Nachbarn im Blick haben. Innehalten ist ja nicht nur jetzt ein Thema, sondern eigentlich immer. Apropos Nachbarn: Die ersten Nachbarn haben es bemerkt – es war komisch und beruhigend zu gleich. Auf der einen Seite nehmen andere Zeitgenossen diesen Umstand nicht war – obwohl Rokis „Gangart“ (eigentlich) unüberseh war und dann gibt es die Zurückhaltenden, die offenbar das Offensichtliche wahrnehmen und benennen…

Jetzt erweist sich der Blog als wahre Goldgrube für uns. Jetzt können wir wie in einer sehr, sehr langen Fernsehserie uns daran erinnern: die ersten Tage, Rückschläge, Erfolge, „Aha“-Erkenntnisse, die zahllosen Abenteuer, den vielen tollen Menschen die wir nur auf diesem Weg treffen konnten.

 

Vielen Dank von uns Vieren für Eure lieben Worte über so viele Jahre!

7 Kommentare zu “Die Zeit…”

  1. Joyam 22.07.2015 um 15:24

    Eine Woche – ja, zum Luft anhalten eine lange Zeit, aber meistens doch gefühlt eher eine kurze Zeit. Eine Woche ohne Roki ist sicher nur ein Winpernschlag – gefühlt gestern waren die typischen Geräusche noch da und sie fehlen so unendlich……..
    Wir können euch so sehr verstehen! Ja, vielleicht machen die Tiere das besser als wir. Irgendwie können sie besser ‚akzeptieren‘. Sicher fehlt auch ihnen der Roki, aber für sie scheint erledigt einfach auch erledigt zu sein.
    Wir haben Joys Vorgängerin auch bei uns begraben – an ihrem Lieblingsplatz – ich brauchte das. Ich habe sie so immer bei mir, kann sie jederzeit besuchen und rede natürlich auch heute noch mit ihr. Hundemenschen sind eben doch verrückt 😉

    Wir wünschen euch alles Gute und hoffentlich bald wieder das Gefühl, das der Alltag wieder in Ordnung ist. Es dauert, aber irgendwann kommt das Gefühl wieder zurück. Wir drücken euch die Daumen.

    Und wenn es euch möglich ist, würden wir auch weiterhin sehr gern Geschichten von Luigi und Beule hören 🙂

    Ganz liebe Grüße
    von Siggi und Ihrer Bande

  2. Sandyam 23.07.2015 um 12:27

    da wird einem das herz richtig schwer. eine woche ist ewig lang und dann doch wieder soooo kurz. ich erinnere mich noch sehr gut an die zeit, als unser rocky von uns ging. ich wünsche euch viel kraft um wieder in den normalen alltag zu finden. ja der blog und das weite WWW, da geht nix verloren. hat seine guten und manchmal seine schlechten seiten.
    euch alles gut
    Viele liebe grüße Vanni mit Anhang

  3. Trudyam 24.07.2015 um 10:39

    Liebe Rokifamily
    eine Woche ist in diesem Falle wirklich ein Wimpernschlag. Erst mal sind die vielen Sorgen weg, weil man ja doch nie richtig weiss, wo es dem kranken Hündli fehlt und man möchte alles richtig machen. Um zu überlegen, was wohl das Beste für das Hündli ist, werden die Nachtstunden strapaziert.
    Ist das geliebte Rudelmitglid erlöst, fallen erst mal Kummer und Sorgen weg.
    A-Yana hatte ihre grösste Trauer erst etwa 1, 2 Monate später. Ich musste sie mit Notfalltropfen behandeln, sie war eine Weile lang total desinteressiert.
    Für mich ist es erst jetzt so richtig schlimm, wenn wir an Orten spazieren, wo es früher mit beiden Hunden so lustig war. Ja, die kranken Tage habe ich irgendwie „vergessen“ und das VIELE SCHÖNE, welches ich mit Hayka erlebte ist im Vordergrund. Und die Erinnerung daran füllt die Augen mit Tränen. Fotos von früher schaue ich lieber gar nicht an, das ist sehr schwierig. Zum guten Glück ist die A-Yana hier. Sie ist ein Goldschatz, aber ganz, ganz anders als Hayka.
    Ich wünsche euch ganz viele schöne Erlebnisse mit Luigi, damit ihr gut beschäftigt und abgelenkt seid.
    Herzliche Grüsse
    Trudy

  4. INDIGOam 25.07.2015 um 12:29

    Meine Lieben……
    wir sind sehr , sehr ergriffen……
    aber auch dankbar diesen tollen Hund selbst kennengelernt zu haben.
    Er hinterlässt eine große Lücke in Indis Freunschaften.
    Was soll ich sagen…….ich drücke euch ganz doll !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Eure Silvie und Männer

  5. Isiam 29.07.2015 um 08:00

    Liebe Roki Familie,
    oh wie gut ich euch nachfühlen kann….
    Aber nach einer Woche kann man manchmal schon über den Liebling reden, ohne gleich in Tränenbächen auszubrechen. Ich finde, dass die ersten 3 Tage die Schlimmsten sind, weil man ihn nämlich überall noch hört. Vergessen wird KEINER, Jeder wird im Herzen bleiben, aber gaaanz langsam beginnt die Normalität, obwohl man es nicht glauben mag, dass es eine andere ist. Tiere verarbeiten das schneller? Wer weiss das? Auf jeden Fall haben sie uns viel voraus?!
    Ich bin auch froh, dass ich das Blog habe, und lese noch heute oft über Momo darin. Heute zaubern diese Erinnerungen zu 99 % ein Lächeln auf mein Gesicht. Aber DAS wird bei Euch noch dauern…
    In diesem Sinne wünschen Euch ALLES GUTE
    Isi und ihr Frauchen.
    PS: Bitte schreibt bald weiter über Luigi & Beule

  6. Uweam 29.07.2015 um 20:14

    …vielen Dank für die lieben und klugen Worte. Wir haben uns viele, viele Bilder angesehen und haben uns erinnert. Der Besuch bei Trudy, da war Roki allerdings nicht mit. Und dann natürlich zur WM 2010 bei Indi und Wurschti… Die vielen Samstage an der Elbe mit der „M.“ und die Urlaubstage in Dänemark.
    Das waren schöne Erlebnisse und jede Menge Bilder.
    Wir haben auch in den letzten Monaten auch das eine oder andere Bild gemacht, viel geschafft und viel Zeit im Garten verbracht.
    Und ja, wir Schreiben fleißig weiter – es gibt ja einen „lernbegierigen“ Luigi. Versprochen 😉

    Luigi, Beule und die Leinenhalter

  7. Seh-Hund Donnaam 08.08.2015 um 08:27

    Ich kann das so nachfühlen. Diva ist jetzt seit gestern 5 Monate nicht mehr bei uns . Es tut immer noch weh. Meine Blindfische leiden dabei aber mehr als ich! Liebe Grüsse Donna

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