Am Morgen

Mit dem beginnenden Tag sind wir schon oft auf den Beinen, damit mit der zunehmenden Wärme die Runden mit Roki nicht zu kurz ausfallen müssen. Wir schleppen jetzt den Beißkorbb mit, damit im Falle eines Falles auch mal Kontakt zwischen den Hunden stattfinden kann, ohne das wir imme gleich ein Zivilverfahren am Hals zu haben 😉

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Unser Städtchen erwacht aus seinem Winterschlaf und die verliebten Bäume zeigen nun letztmalig ihre umschlungenen „Arme“.

Verliebte Bäume

Zur Zeit findet ja die alljährliche Krötenwanderung statt und die armen Dinger müssen vor den „grünen“ Autofahrern geschützt werden – leider halten sich nur wenige an die vorgeschriebenen 30km/h. Im nahen Spitzgrundteich legen sie ihre Eier in großen Trauben ab – eine gewisse Ähnlichkeit mit Weintrauben ist gut zu erkennen.

Krötenlaich

Der gesamte Uferbereich wird dabei von diesen kleinen Kerlen bevölkert. 

Rotbauchkröte (unter Wasser)

Bei der Gelegenheit trafen wir diese zwei Kollegen von der Bankenaufsichten, ähh Entermänner natürlich :grin: 

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Und dann war ich gestern mit Frauchen unterwegs, weil ja meinn Herrchen sich ständig hinter seiner Arbeit versteckt. Dieses mal wieder auf unserer Lieblingswiese bei Moritzburg – Winterbilder kennt Ihr ja schon.

Das ist die bekannte Moritzburg, ein Lustschloss August des Starken

Endlich frei rennen

Wenn die Sonne das Fell erwärmt, ist Roki ziemlich schnell breit.

Kommt da jemand?

Auch wenn er liegt: seine Augen, Ohren und vor allem die Nase sind ständig beschäftigt.

Käsekuchen !

Bei dem Blick schmilzt jedes Herz, oder?

Und dann blühen in den Wäldern die wilden Anemonen, über große Flächen sieht das einfach nur grandios aus. Die vielen Stubenhocker verpassen das schönste des Frühlings…

Wilde Anemonen

Und den Rest der Erlebnisse erzähle ich Euch morgen – versprochen !

Unsere Gassirunde…

Noch schnell vor dem sich anbahnenden Gewitter, zumindest hat es gerumpelt und gegrollt, haben wir noch unseren Abendspaziergang erledigt.dsc01908 Hier baut die Stadt Coswig einen neuen RokiwanderSpazierweg. Wir haben ihn schon mal in Augenschein genommen um zu prüfen, dass auch alles richtig gemacht wird. Also kein Pfusch am Bau, oder so. Hier geh ich ganz gern lang, denn die kleinen Häuschen gaaanz hinten, da ist das super Schnüffelerlebnis. Hasen. Die hab ich gern.

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Unser Nachbar hat heute Hilfe gebraucht. Tragehilfe.  In diesem tollen zu Hause ziehen ab morgen zwei Hasen ein. Selbstgebaut und für mich sehr interessant. Dort betreuen wir die Urlaubshasen für 3 Wochen im Jahr. Da hab ich meine Freude. Könnte ich stundenlang davorstehen. Aber Frauchen ist Spielverderber und lässt mich nicht:mad:

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Die Männer haben gewitzelt ,wenn Frauchen mal zu Hause rausfliegt, da passt sie rein.Das stimmt so nicht, denn zu ihr gehört ja der Roki-Mann und der hat da keinen Platz.

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Bis zum nächsten mal!

der Fuchur – Roki

Hundetreffen in Weinböhla

Wie fast jede Woche treffen wir uns mit vielen anderen Leinenhaltern um mit Lanis Hundeschule den Vormittag zu verbringen. [singlepic id=6 w=480 h=320 float=center]

Die Begrüßung war wie immer sehr lautstark, besonders wenn neue Hunde in die Gruppe kommen.Ganz schön viele neue Hunde, ein Jack Russel,[singlepic id=33 w=320 h=240 float=center]

 ein Schnauzer [singlepic id=25 w=320 h=240 float=center]

und ein Labi. Der mußte zuerst dran glauben. [singlepic id=28 w=320 h=240 float=center]Irgendwie muß ich mal sagen: „Hier tanzt alles nach meiner Pfeife“!  Bloß dieser kleiner Jack,  an dem kleinen Luder kam ich nicht vorbei. Zähnefletschend und sehr selbstbewußt. Hab’sch ihn eben in Ruhe gelassen, kleiner Spring-ins-Feld. Überall und nirgens aber immer dabei. [singlepic id=23 w=320 h=240 float=center]

 Tja, und dann hatten wir ein Herr T. Abenteuer

Frauchen is immer noch ganz aufgebracht. Kommt ein schwergewichtiger Mann mit nem Mercedes (E-Klasse) auf dem Feldweg gefahren, um zu Fragen was die Hunde da ! sollen.  Alle mußten aufs Feld ausweichen, da ja der dicke Benz kam. Hunde vom Feld!  Hier ist Naturschutzgebiet und Hunde ham da nix zu suchen und wehe er findet einen Hund auf seiner Wiese.

Isch hab noch kein Schild gesehen,  auf dem steht Privatbesitz!  Aber ein Schild mit dem Zeichen „Durchfahrt verboten“ schon. Er sagte,  er hätte auch Hunde. Wo sind die denn, eingesperrt?  Die dürfen wahrscheinlich nicht Gassi gehen.:evil:    Alles in allem nur sinnloses Vollgepöpel derer,  die etwas für ihren Hund tun.

:idea:, Roki wenn wir ihm mit seinen Hunden begegnen, müssen wir die Hunde fragen, ob es denen gut geht. Oder ob sie Hilfe brauchen. So machen wir das.

Wie alles begann


Auf deeeeen! Hund gekommen…

..ist Frauchen durch den Abschied von Maxi (Mix aus Schnautzer und irgendwas, total liebenswerter Ersthund) – plötzlich zuviel Freizeit, großes Herz..

Leben ohne Hund? Ja es geht, aber es fehlt was, viel, alles, reden, Bewegung,  Inhalt.
Eine zweite Katze ist ausgeschlossen, Beule mag keine anderen Katzen. Aber wir haben Platz, zu Hause, im Garten…im Herzen.
Frauchen hätte ja auch ins Tierheim gehen können, aber die erste Erfahrung damals war von Heulattacken geprägt und doch haben wir damals Maxi mitgenommen. 12 Jahre waren wir Gefährten.

Irgendwie sind auch im Internet zuviel Tiere drin und Frauchen ist sehr schnell fündig geworden. Das ist immer der Blick, selbst auf dem Bildschirm!  Dann hat das Herzel ´klopf gemacht, so ganz leise.
Noch dazu dreibeinig. Hhm, Frauchen hat das Bild Herrchen gezeigt. Der schaut nur hin und sagt:… nix.

F.: „Soll ich mal anrufen?“
H.: „Wenn Du willst!“
F.: „ Na, was sagst Du zu dem Hund?“
H.: „ Ein Hund eben.“

Dann kam der Sturkopf bei Frauchen durch. Die Beschreibung war nicht das, was sich ein eventuell neuer Hundebesitzer(in) so wünscht.
Zitat aus dem Tierschutzverein (Casa Animale): „Ein Dejavu in unglaublicher Form  6-7 Jahre, Briard-Mix, kommt aus der ungarischen Tötung. Roki muss schnellstmöglich aus seiner Pflegefamilie ausziehen – aus familiären Gründen.  Roki braucht eigentlich ’nur‘ Menschen, die Zeit haben und einen Hütehund in seinem Wesen verstehen – also Roki braucht hütehunderfahrene Menschen, die mit ihm täglich liebevoll und konsequent arbeiten.
Roki hat keinen ausgeprägten Schutztrieb, kommt mit anderen Hunden klar und ist kein Alpharüde – kein Problemhund. Doch hat der Wuschel nun ein gewaltiges Problem, schon wieder aus seiner Familie ausziehen zu müssen und das vor Weihnachten, wo keiner Zeit hat und keine Hundepension Platz. Und wir auch nicht – bisher.
Roki ruft mit seine Behinderung doch immer den Hätschel- und Mitleidsinstinkt der Menschen hervor, der die Gefahr birgt, dass man vergisst, dass er selbst, Roki, sich überhaupt nicht behindert fühlt! Und er ist charmant und überspielt damit seine Größe, die noch mehr nach Ausbildung ruft.
Dieser Unglücksrabe muss leider immer dann weg, wenn er sich gerade beginnt wohl zu fühlen. Das ist wirklich ein Trauerspiel.“

Das hat Frauchens Kämpferherz auf den Plan gerufen. Angerufen, Herrchen bezirzt, 800 km gefahren den Hund anschauen. Einen Monat später war er da.
Der Große. Viel größer als Maxi. Und einen Blick hat der drauf! „Du kannst durch die Tür gehen, ich nicht!“ Käse, Schinken, alle möglichen und unmöglichen Leckerein, den Hund hat es nicht interessiert. „Lass mich auf die Straße zurück, ich komm schon klar.“ So in etwa war die Aussage des kleinen Monsters. Noch keine zwei Tage da und die Probleme nahmen ihren Lauf. Er ist nicht mit ins Haus rein. Bevor der Hund kam, hatte Frauchen schon Kontakt zur Hundetrainerin aufgenommen. Das sie so schnell gebraucht würde. Die ruhige Ausstrahlung hat gefehlt.
Tja und dann kam ein Fehler nach dem anderen. Frauchen hat Roki mit ins Büro genommen was an sich kein Problem darstellt, wenn der Hund nicht nach anderen schnappt.
Zu Hause kann Roki nicht bleiben, ein Gejaule sondergleichen. Also nach Alternativen suchen. Hundecamp. Ja da kann er übern Tag bleiben. Was uns mit Maxi unserem 10% Hund so gut gefallen hat, sie war einfach ein bescheidner Hund ohne besondere Ansprüche.

Roki beobachtet ganz genau. Er hat schon zu viel erlebt.  Für Roki war das keine Alternative. Die Hundesitterin war nicht so richtig glücklich mit dem Großen, sie hat ihn als böse eingestuft. Und ich spürte das. 

Wie das Haus aussah nach einer Stunde allein sein, beschreib‘ ich mal jetzt an dieser Stelle nicht. Wie die Gemüter bei Frauchen und Herrchen aussahen auch nicht.
Den Hund wieder weggeben?
Mittlerweile hab ich viel gelesen zu dem Großen mit den braunen Augen und der großen schwarzen Nase. Der  hat doch keine Chance und ist schon durch so viele Hände gegangen.
Tipps hatten wir genügend bekommen. Das Forum des Casa animale, danach schrieben wir bei  Tierschutzforum.eu , war unser Ventil für die Sorgen und die Fortschritte, unsere Hundtrainerin die immer da ist, wenn sie gebraucht wird, Frau Gudrun und das Merlin-Frauchen haben uns Starthilfe und Mut gegeben.
Mut nicht aufzugeben.
Dann ging es los. Roki allein zu Haus, war die erste Sache die wir in den Griff bekommen mussten.
Schuhe an, Schuhe aus, Tür auf, hinausgehen aus dem Zimmer, Tür zu.  Schlüssel in die Tasche etc. Alles was man tut wenn Frauchen oder Herrchen das Haus verlässt. Frauchen ist aus dem Fenster geklettert um zur Tür wieder rein zukommen. Herrchen hat sich eine Leiter ans Fenster zur ersten Etage gelegt, um auch wieder zur Haustür reinzukommen.

Erstaunlicherweise haben wir nicht lange gebraucht. 2x eine halbe Stunde. Und immer die Abstände vergrößert des alleinbleibens. Diese Übung machen wir auch jetzt noch manchmal. Es gibt festgelegte Zeiten, wer wann aus dem Haus geht und wann wer zu Hause zu sein hat, damit der Hund ja nicht zu lang allein ist.
Wie toll das war, als der hundefreundliche Nachbar sagte: „Der Hund ist zu Hause?!“ Unbeschreiblich. Der Hund hat absoluten Stress, wenn unbekannte Situationen kommen. Na und ist gern Rudelführer.

Bis dahin hat keiner von uns gewusst was das bedeutet.

Viel Übung in der Hundschule und Kontakte zu anderen Hunden, Sozialisierung.
Hat Frauchen gelernt und es an Herrchen weitergegeben. Dann kam wieder so ein Erlebnis. Warum müssen wir solche Erfahrung machen?

Roki  hat auf dem Hundplatz einen Yorki in den Fang genommen und geschüttelt. Das ging alles in sekundenschnelle. Irgendjemand sagte, „Der Hund stirbt.“
Alle standen zitternd und wie gelähmt da. Nachdem ich aus meiner Erstarrung aufgewacht bin, habe ich meine Tierärztin angerufen und eine halbe Stunde später wurde er operiert. An dieser Stelle muss ich mich bei den Besitzern des Yorkis nochmals bedanken. Sie waren so nett, wie man sein kann, wenn derartige Vorfälle passieren. Er hat es unbeschadet überstanden und hat auch keine Phobie zu anderen Hunden. 
Von da ab hatten sich erst mal alle Hundeschulbesuche erledigt. Nur noch Einzelstunden. Ein immenser Rückschritt. Vertauen aufbauen, wir kümmern uns um alles.  Roki, brauchst nix mehr machen. Wir „jagen, legen fest wer begatten darf, gehen zur Tür zuerst rein und sind Rudelführer und sorgen für eine saubere kuschelige Höhle.“
Wie lange es gedauert hat bis Roki wusste, hier bin ich zu Hause?
Der Kater war damals zwei, er hat drei Jahre gebraucht um vollkommenes Vertrauen zu entwickeln.

Roki ist am heutigen Tag , 1 Jahr, 1 Monat und 19 Tage bei uns.

Unser Wuschel, das Goldlöckchen, Fuchur –  unser Drachen, manchmal Roki- der nachdenkliche und bald auch Roki- der mit uns in den Urlaub fährt, Oder auch Roki- der Katzenversteher.

In seiner kleinen Hundeseele weiß er – ich bin zu Hause angekommen.

Das Geräusch von Frauchens Auto und das Brummen von Herrchens Auto kennst Du auch genau.
Du hast uns viel Vertrauen geschenkt, Herrchen sogar noch mehr wie Frauchen. Wir können dich hochheben und uns über dich stellen. Wenn es beim Kämmen zibst, dann ist dein Blick schon komisch, Frauchen guckt genauso komisch zurück, bis Du wieder liegst und alles brav über dich ergehen lässt.
Herrchen hat großen Spaß dran, selbst wie ein Hund zu gähnen und sich die Lippen zu  lecken. Ja, ihr versteht euch gut. Er lernt Hundsprache.
Jetzt kann ich all die verrückten Sachen zu denen wir bereit sind für dich und die du mit uns erlebst aufschreiben.
So werden wir die schönen Dinge im Hunde-Katze-Mensch- Leben festzuhalten. Verrückter Hund. Verrückte Katze. Normal sind hier alle nicht.

Fazit:
Ich bin heute sehr traurig das Maxi nie solche Erlebnisse mit anderen Hunden hatte. Sie war immer ruhig und hat uns die Entscheidungen überlassen. Wir haben sie nie verstanden. Sie war keine Herausforderung.

Roki, Du bist anders. Wir müssen immer 150% geben, dürfen niemals unaufmerksam sein, immer vorher denken, was könnte sein  wenn, den Hund fordern. Für den Hund denken.

Du bist unsicher und es sind noch viele Schritte bis du lernst, an uns zu orientieren.

Unser kleiner Zoo: Roki & Beule