Lange ist es her, dass ich einen Beitrag veröffentlicht hatte. Luigi hat seit 2022 noch viel erlebt und war insbesondere mir oft eine emotionale Stütze, wenn es bei uns Menschen schwer war.
Es gab nie einen Grund, wegen Luigi ungehalten oder sauer zu sein – er war durch und durch freundlich. Nie hat er ein Tier oder einen Menschen verletzt oder bedroht. Ein bewegungsfreudiger, großer Kerl – mit einem großen Herz.
Unser Essen oder das Katzenfutter hat er nie angerührt, es sei denn, wir haben es im signalisiert.
Vor zwei Jahren, im Sommer 2024, wurde er das erste Mal ernsthaft behandelt – da hatte er einen Weichteiltumor im linken Oberschenkel/Hinterlauf. Er hat die OP recht schnell überwunden, kam schnell wieder auf die Beine und lief (fast) wie bisher. Und da war er 12 Jahre alt und bereits leicht grau um die Nase.
Er nahm an unserem Leben teil und wir schätzen seine ruhige, unaufgeregte Art. Silvester stand er mit uns draußen auf der Wiese und hatte an dem Geknalle kein Interesse – das war nichts besonderes für ihn, genau wie Gewitter oder lärmende Sirenen. Seine Katzenschwester Trixie konnte sich an seiner Seite sicher fühlen, wenn es draußen laut wurde. Er hat ihr Schutz gewährt: Pfote an Pfote.
Vor einem Jahr hatte er dann den ersten neurologischen Ausfall – das Gleichgewichtsorgan und die Hinterläufe gehorchten ihm nicht mehr. Trotz alldem blieb er lebensfroh, fand Futter toll und am liebsten den Teller von der Katze, wenn er durfte… Die schnelle Behandlung und die Unterstützung von uns sorgten für weitere schöne Monate, die Luigi – nun nicht mehr ganz so schnell – mit uns verbrachte.
Im Januar kam der 2. neurologische Ausfall – wieder die Hüfte bzw. die Reizweiterleitung zum rechten Hinterlauf. Aber auch hier dauerte es nur eine Woche, dann lief er wieder. Allerdings brauchte er ab dem Zeitpunkt einen rutschfesten Untergrund, die rauen Fliesen waren nicht mehr geeignet. Also landeten im Wohnbereich die ganzen Teppiche. Er schlief, futterte, lief kleinere Runden und hatte weiterhin reges Interesse an seiner Umwelt, insbesondere auf den Gassi-Runden und natürlich im Garten.
Am Sonntag, den 15.03.2026, überrollten uns dann die Ereignisse: Wie aus dem nichts kollabierte Luigi vor unseren Augen, fing an zu brechen, verlor die Kontrolle über seine Muskeln und verfiel in Agonie. Er hatte keine Körperspannung mehr. Wir schleppten ihn zu zweit ins Auto und fuhren dann zum Notdienst. Als wir nach reichlich 10 Minuten ankamen, wussten wir nicht, ob er überhaupt noch bei uns ist. Er hob den Kopf ein wenig, sein Zustand war traurig. Er hat eine akute Lungenembolie und der Arzt konnte ihn nur noch sanft erlösen.
In unseren Händen, im Kofferraum liegend, ging er über die Regenbogenbrücke.
In einer Woche wäre sein 14. Geburtstag gewesen. Sei‘s drum – es war eine wunderbare Zeit, keinen Moment bereuen wir und sind dankbar dafür.
Ein guter Freund ist nicht mehr da. So wie einst Roki, dessen Bild noch so (extrem) präsent ist, hat uns für immer verlassen.
Wir wünschen ihm alles Gute auf seiner letzten Reise. Er ist für immer bei uns – im Herzen.