Nachts, wenn alles schläft

Wir haben schon lange eine Wildkamera, damit wir wissen welche Wildtiere uns besuchen oder dauerhaft bei uns leben. Auch unser Garten ist Stück für Stück für die Wildtiere hergerichtet worden. Wir laden kein Wildtier aus, auch keine Krähen und Elstern – wir wollen halt ein Stück Lebensraum bieten.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass unser Holzlager in der hinteren Ecke des Garten ein beliebte Unterkunft geworden ist. Neben den Insekten wohnen dort Igel und auch Lurche. Die Wildblumen bieten Deckung, genau wie viele von den Vögeln inzwischen gut angenommenen Sträucher.

Wir haben auch zwei große Walnussbäume, da gibt es für viele Tiere was zu futtern (siehe auch HIER). Außerdem viele Arten von Hecken und dazwischen überall (auch an den Gartenhäusern) Nistkästen verschiedenster Art. Viele davon wurden benutzt, sehr zu unserer Freude.

Elstern habe eines ihrer Jungvögel dabei
Einer unserer Gartenigel
Luigi riecht die nächtlichen Besucher

Wir haben inzwischen bei der Kamera das Datum und die Uhrzeit ordentlich eingestellt, so dass wir wissen wann wir Luigi besser nicht von der Leine lassen.

Kommende Woche wird der Teich in den Winterbetrieb gehen, dass heißt Pumpe aus und Netz wieder runter. Die Blätter sind fast alle runter von den Bäumen, von Ausnahmen abgesehen.

Und, was könnt Ihr aus Eurer „wilden Umgebung“ berichten?

Es grüßt ganz lieb der Luigi, die Trixie und die Leinenhalter.

Zur Hohburg in Moritzburg

Wir wohnen schon fast 20 Jahre in der Nähe von Moritzburg, aber nie wären wir auf die Idee gekommen das es neben dem bekannten Lustschloss auch eine Rarität zu bestaunen gibt.

Es war wie so oft im Leben, durch Zufall entdeckten wir in einem Blogbeitrag den Hinweis auf einen Tunnel. Sogar einen von Menschen gemachten und ziemlich alten Tunnel. Also zum Vergnügen angelegtes Bauwerk. Neugierig?

Ja, wir waren auch neugierig und zogen los. Zuerst zum Parkplatz neben der Straße von Auer nach Moritzburg, vielleicht 500m nach dem Ortsausgang links im Wald.

Der Weg

Dann ging es los, Luigi – aufgeregt wie immer – wollte ob des Wildgeruchs immer nur rennen. Es stand alles voller Pilze, egal wohin man schaute.

Flaschenpilz am Wegesrand

Es geht eigentlich immer nur geradeaus, Verlaufen ist (fast) unmöglich. Die „schwierigste“ Stelle ist der Abzweig nach rechts, ein direktes Hinweisschild gibt es nicht. Aber ehrlich, die Erhebung des Hohberges ist nicht zu übersehen.

Baumschmuck einmal anders

Der Tunnel

Durch Blattwerk leicht verdeckt geht es in den Seynittunnel. Mit einer Taschenlampe sieht Frau und Mann mehr.

Hohburgtunnel – Zugang vom Weg

Angelegt wurde der Tunnel im 18. Jahrhundert zum Vergnügen des Adels. Die Gäste des Lustschlosses Moritzburges waren sicher entzückt, wenn die Kutsche durch den Berg fuhr. Ein bissel Illumination hat bestimmt die Stimmung noch ein bestärkt.

Auf in den Hohburgtunnel

Im Tunnel selbst hilft wirklich eine Taschenlampe. Über Müll sind wir (zum Glück) nicht gestolpert. Für Luigi war es nur langweilig.

Licht am Ende des Tunnels

Es macht noch mehr Spaß, wenn Ihr Kinder mit dabei habt. Ein Abenteuer, dass nicht jeder erzählen kann.

Im Hohburgtunnel – in der Mitte das ca. 120m langen Bauwerkes

Geschichte

In dem Tunnel wurden auch Szenen des DEFA Indianerfilms „Die Söhne der großen Bärin“ gedreht.

Im 14. Jahrhundert thronte hier ein Wehranlage (Hohe Burg), nicht die einzige im Moritzburger Umland.

Für Luigi war es eine intensive Schnuppertour und für uns eine kleine Entdeckung. Und sportliche Betätigung.

Am Ausgang des Hohburgtunnels