Familie in Not

Der Schreck sah’s tief, als der Nachbar mir bein Reifenwechesl so ganz nebenbei erzählte, dass Hund Roki früh schlimmes Theather macht. Wir wähnten uns in Sicherheit, haben immer mal auch andere Nachbarn gefragt. Keiner hat sich negativ geäußert. Nu ham‘ wa den Salat und wissen nicht wann und warum es so umgeschlagen hat. Angeblich geht das schon ein halbes Jahr so.

Leider hat der Nachbar auch erzählt, wenn der Roki bellt, so „ruft ihn seine Freundin „, falsche positive Verstärkung, dann wär eine halbe Stunde Ruhe. Nun hab ich fast die Vermutung, das es ein bisschen „hausgemacht ist“.  Seit die neue Freundin anwesend ist, verhält sich auch der Nachbarshund anders. Kommt laut bellend die Treppe runter wenn Besuch kommt, öfter wird irgend ein Quietschi im Nachbarsgarten zur „Schreisau“ gemacht, naja das hört ja auch Roki und aus vieleicht einmal  ist nun eine Manie geworden. Wir wissen es nicht.

Jetzt geht es also wieder los. Jacke an…Schuhe an…Schlüssel in die Hand… Zur Haustür raus….Zuschließen….zur Balkontür wieder rein…Ignorieren, ignorieren, ignorieren. Der Hund hechelt wie verrückt hat Stress …also weiter. Nicht anschauen. Schade ist, dass ich erst Urlaub zu Hause hatte. Vertane Chance zum Üben. All die Zugeständnisse dem Hund gegenüber wieder weg nehmen. Darf niemals nicht mehr allein im Garten liegen. Jetzt werden die Türen zu gemacht. Immer aus der Richtung herzukommen aus der mich der Hund nicht vermutet. Ja, ich bin sauer. Auch dieses Stresssaufen hat wieder angefangen, dass aber erst seit wenigen Tagen. Jetzt müssen wir wieder von vorn anfangen. Aber ganz von vorn.

Leider wissen wir nicht welche Faktoren den Hund aus der Bahn geworfen haben. Manchmal sind wir auch zwei Häuser weiter und haben die Erfahrung gemacht das Roki ruhig ist.

So nach einigen Übungseinheiten kehrt jetzt die Nachtruh ein. Ein bisschen tröstet uns, das am Montag der Trainer kommt und wir unseren mentale Niedergeschlagenheit vieleicht wieder auf ein höheres Niveau bekommen.

Die niedergeschlagene Familie