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1.Hundeschule bei Lani

So ein schöner Tag und viele meiner Freunde dabei. Als erstes haben wir Santi gesichtet. Der hat wie ich Sonderstatus! Viel üben, aber wenig machen.                        Meine Pfote is ab und seine verunstaltet.

Santi

Manchmal bellt er mich an, ich glaub, da hat er nur vergessen das wir uns vertragen. Sein Frauchen hat übrigens ’nen coolen Futterbeutel. Wenn wir dreibeiner uns auf zwei Beine stellen,  können wir einmal mopsen!:smile:

Ich hab mich dann noch mit seiner Zaira unterhalten, sie soll mal nicht immer stiften gehn. So ein hübsches Mädchen, was da alles passieren kann.:roll:

Roki& Zaira

 …und zum Spass allein waren wir auch nicht da. Üben. Alle Hunde sollten einmal durch die Reihe gehen und die Aufmerksamkeit sollte dem Dosenöffner gewidmet sein. Komisch meine macht keine Dosen auf? :mad:

Battler kann's

Alle im Platz ohne Dosenöffner. Wir sagen der Trainerin mal nicht, dass wir schon im Eimer müde waren.

Platz & Bleib

 

Während alle schön geübt haben , passte ich auf die Ausführung der Übungen auf. Klarer Fall.

Roki

einen habsch noch… wartet mal

Euer Roki

Freches Frauchen

Wer war das!

Frauchen hat beim Betten machen eine riesige, sattgefressene Zecke gefunden. Wer von euch beiden Zeckenteppichen hat uns das beschert?

Roki: Frauchen …kann ja nur vom Kater kommen. Der liegt ja die gaaanze Nacht drin rum.

Beule: Miau … oller Dackel, du liegst den ganzen Tag drin rum, schon vergessen, was.

Beide: Wer weiß von welchem Waldspaziergang die sich das Viehzeug eingefangen haben. Wir sind ja geschützt.

Immer dieeeese Verdächtigungen!

beschweren sich Roki & Beule

Vor einem Jahr

… im Tierschutzforum geschrieben:

Nun muss mal wieder Roki-Frauchen etwas sagen,

wir haben heute etwas getan, wo alle sagen, dass macht man nicht, wir sind verrückt etc.
Aber falls ich mal den Kater befreien muss, soll es mir auch gelingen. Ausgerüstet mit doppelten Handschuhen haben wir losgelegt.
Roki hat einen lecken Knochen bekommen und den musste er nach AUS wieder hergeben. ER hat geknurrt, das war sehr beeindruckend. ABER, er hat nicht geschnappt. Weder nach meinem fleißigen „Baum-Umsteller“ noch nach mir. Zu guter letzt haben wir beide den Knochen in der Hand gehabt. Mein Herz hat ganz schön geklopft, aber ich habe tapfer festgehalten am Knochen. Nicht gezogen, nur festgehalten. Bis er schließlich aufgab, der Harakirihund. Das wird bis zur Perfektion geübt. Ein Lernprozess der sein muss.
Ich habe mir für heute noch schneiden des Ponys vorgenommen, ich hab es gern wenn ich den Hund in die Augen schauen kann. Außerdem ist das rechte Auge immer bissel entzündet. Ich denke die nachwachsenden Haare sind schuld. Die TA sah keinen Handlungsbedarf.

PS: Manchmal denk ich Roki ist ein bissel trottelig, da liegt eine fremde Katze auf dem Gartenstuhl und er schaut drunter. Oder ?besonders schlau?

Ein Jahr später:

Ich fasse den Knochen/Spielzeug/ etc. an. Aus. Roki gibt ihn mir. Punkt.

Da sind wir schon ein bischen Stolz drauf.

Roki- der das nicht versteht, warum er erst den Knochen hergeben muß und ihn dann doch weiter bearbeiten darf?

Nachbarn

Letzte Gassirunde, so 21.00 Uhr. Es stehen einige Nachbarn auf der Straße. Nette und die, die sowieso nie grüßen. Wahrscheinlich ist das Gesprächthema sofort auf den humpelnden Hund gefallen. Laut wurde argumentiert das keiner die Hundehaufen weg macht und schon wieder zwei Häufchen vorm Grundstück liegen!  Ja, auch bei uns räumt keiner seine Häufchen weg. Hhm, wir haben das gleiche Problem.:twisted:
Aber wir räumen UNSERE Hundehaufen schon seit 13 Jahren weg, IHR NACHBARN.:shock:
Und wir haben Nachbarn mit denen sitzen wir gemütlich im Garten. Wir unterhalten/tratschen dabei nicht über irgendwelche Nachbarn. Wir sagen was zu sagen ist, in angemessener Form.:oops:
Wir werfen auch keine Schlüssel nach Katzen, oder geben in der 30 Zone noch mal Gas um die Katze zu erwischen.
Ich scheue mich nicht gegen Autos vorzugehen, um unschuldige Tiere zu retten. Denn auf dieser Straße laufen auch der Nachbarn Kinder!  :mad:
Roki- der sein offensives Frauchen zurückhalten muß!   

Wie alles begann


Auf deeeeen! Hund gekommen…

..ist Frauchen durch den Abschied von Maxi (Mix aus Schnautzer und irgendwas, total liebenswerter Ersthund) – plötzlich zuviel Freizeit, großes Herz..

Leben ohne Hund? Ja es geht, aber es fehlt was, viel, alles, reden, Bewegung,  Inhalt.
Eine zweite Katze ist ausgeschlossen, Beule mag keine anderen Katzen. Aber wir haben Platz, zu Hause, im Garten…im Herzen.
Frauchen hätte ja auch ins Tierheim gehen können, aber die erste Erfahrung damals war von Heulattacken geprägt und doch haben wir damals Maxi mitgenommen. 12 Jahre waren wir Gefährten.

Irgendwie sind auch im Internet zuviel Tiere drin und Frauchen ist sehr schnell fündig geworden. Das ist immer der Blick, selbst auf dem Bildschirm!  Dann hat das Herzel ´klopf gemacht, so ganz leise.
Noch dazu dreibeinig. Hhm, Frauchen hat das Bild Herrchen gezeigt. Der schaut nur hin und sagt:… nix.

F.: „Soll ich mal anrufen?“
H.: „Wenn Du willst!“
F.: „ Na, was sagst Du zu dem Hund?“
H.: „ Ein Hund eben.“

Dann kam der Sturkopf bei Frauchen durch. Die Beschreibung war nicht das, was sich ein eventuell neuer Hundebesitzer(in) so wünscht.
Zitat aus dem Tierschutzverein (Casa Animale): „Ein Dejavu in unglaublicher Form  6-7 Jahre, Briard-Mix, kommt aus der ungarischen Tötung. Roki muss schnellstmöglich aus seiner Pflegefamilie ausziehen – aus familiären Gründen.  Roki braucht eigentlich ’nur‘ Menschen, die Zeit haben und einen Hütehund in seinem Wesen verstehen – also Roki braucht hütehunderfahrene Menschen, die mit ihm täglich liebevoll und konsequent arbeiten.
Roki hat keinen ausgeprägten Schutztrieb, kommt mit anderen Hunden klar und ist kein Alpharüde – kein Problemhund. Doch hat der Wuschel nun ein gewaltiges Problem, schon wieder aus seiner Familie ausziehen zu müssen und das vor Weihnachten, wo keiner Zeit hat und keine Hundepension Platz. Und wir auch nicht – bisher.
Roki ruft mit seine Behinderung doch immer den Hätschel- und Mitleidsinstinkt der Menschen hervor, der die Gefahr birgt, dass man vergisst, dass er selbst, Roki, sich überhaupt nicht behindert fühlt! Und er ist charmant und überspielt damit seine Größe, die noch mehr nach Ausbildung ruft.
Dieser Unglücksrabe muss leider immer dann weg, wenn er sich gerade beginnt wohl zu fühlen. Das ist wirklich ein Trauerspiel.“

Das hat Frauchens Kämpferherz auf den Plan gerufen. Angerufen, Herrchen bezirzt, 800 km gefahren den Hund anschauen. Einen Monat später war er da.
Der Große. Viel größer als Maxi. Und einen Blick hat der drauf! „Du kannst durch die Tür gehen, ich nicht!“ Käse, Schinken, alle möglichen und unmöglichen Leckerein, den Hund hat es nicht interessiert. „Lass mich auf die Straße zurück, ich komm schon klar.“ So in etwa war die Aussage des kleinen Monsters. Noch keine zwei Tage da und die Probleme nahmen ihren Lauf. Er ist nicht mit ins Haus rein. Bevor der Hund kam, hatte Frauchen schon Kontakt zur Hundetrainerin aufgenommen. Das sie so schnell gebraucht würde. Die ruhige Ausstrahlung hat gefehlt.
Tja und dann kam ein Fehler nach dem anderen. Frauchen hat Roki mit ins Büro genommen was an sich kein Problem darstellt, wenn der Hund nicht nach anderen schnappt.
Zu Hause kann Roki nicht bleiben, ein Gejaule sondergleichen. Also nach Alternativen suchen. Hundecamp. Ja da kann er übern Tag bleiben. Was uns mit Maxi unserem 10% Hund so gut gefallen hat, sie war einfach ein bescheidner Hund ohne besondere Ansprüche.

Roki beobachtet ganz genau. Er hat schon zu viel erlebt.  Für Roki war das keine Alternative. Die Hundesitterin war nicht so richtig glücklich mit dem Großen, sie hat ihn als böse eingestuft. Und ich spürte das. 

Wie das Haus aussah nach einer Stunde allein sein, beschreib‘ ich mal jetzt an dieser Stelle nicht. Wie die Gemüter bei Frauchen und Herrchen aussahen auch nicht.
Den Hund wieder weggeben?
Mittlerweile hab ich viel gelesen zu dem Großen mit den braunen Augen und der großen schwarzen Nase. Der  hat doch keine Chance und ist schon durch so viele Hände gegangen.
Tipps hatten wir genügend bekommen. Das Forum des Casa animale, danach schrieben wir bei  Tierschutzforum.eu , war unser Ventil für die Sorgen und die Fortschritte, unsere Hundtrainerin die immer da ist, wenn sie gebraucht wird, Frau Gudrun und das Merlin-Frauchen haben uns Starthilfe und Mut gegeben.
Mut nicht aufzugeben.
Dann ging es los. Roki allein zu Haus, war die erste Sache die wir in den Griff bekommen mussten.
Schuhe an, Schuhe aus, Tür auf, hinausgehen aus dem Zimmer, Tür zu.  Schlüssel in die Tasche etc. Alles was man tut wenn Frauchen oder Herrchen das Haus verlässt. Frauchen ist aus dem Fenster geklettert um zur Tür wieder rein zukommen. Herrchen hat sich eine Leiter ans Fenster zur ersten Etage gelegt, um auch wieder zur Haustür reinzukommen.

Erstaunlicherweise haben wir nicht lange gebraucht. 2x eine halbe Stunde. Und immer die Abstände vergrößert des alleinbleibens. Diese Übung machen wir auch jetzt noch manchmal. Es gibt festgelegte Zeiten, wer wann aus dem Haus geht und wann wer zu Hause zu sein hat, damit der Hund ja nicht zu lang allein ist.
Wie toll das war, als der hundefreundliche Nachbar sagte: „Der Hund ist zu Hause?!“ Unbeschreiblich. Der Hund hat absoluten Stress, wenn unbekannte Situationen kommen. Na und ist gern Rudelführer.

Bis dahin hat keiner von uns gewusst was das bedeutet.

Viel Übung in der Hundschule und Kontakte zu anderen Hunden, Sozialisierung.
Hat Frauchen gelernt und es an Herrchen weitergegeben. Dann kam wieder so ein Erlebnis. Warum müssen wir solche Erfahrung machen?

Roki  hat auf dem Hundplatz einen Yorki in den Fang genommen und geschüttelt. Das ging alles in sekundenschnelle. Irgendjemand sagte, „Der Hund stirbt.“
Alle standen zitternd und wie gelähmt da. Nachdem ich aus meiner Erstarrung aufgewacht bin, habe ich meine Tierärztin angerufen und eine halbe Stunde später wurde er operiert. An dieser Stelle muss ich mich bei den Besitzern des Yorkis nochmals bedanken. Sie waren so nett, wie man sein kann, wenn derartige Vorfälle passieren. Er hat es unbeschadet überstanden und hat auch keine Phobie zu anderen Hunden. 
Von da ab hatten sich erst mal alle Hundeschulbesuche erledigt. Nur noch Einzelstunden. Ein immenser Rückschritt. Vertauen aufbauen, wir kümmern uns um alles.  Roki, brauchst nix mehr machen. Wir „jagen, legen fest wer begatten darf, gehen zur Tür zuerst rein und sind Rudelführer und sorgen für eine saubere kuschelige Höhle.“
Wie lange es gedauert hat bis Roki wusste, hier bin ich zu Hause?
Der Kater war damals zwei, er hat drei Jahre gebraucht um vollkommenes Vertrauen zu entwickeln.

Roki ist am heutigen Tag , 1 Jahr, 1 Monat und 19 Tage bei uns.

Unser Wuschel, das Goldlöckchen, Fuchur –  unser Drachen, manchmal Roki- der nachdenkliche und bald auch Roki- der mit uns in den Urlaub fährt, Oder auch Roki- der Katzenversteher.

In seiner kleinen Hundeseele weiß er – ich bin zu Hause angekommen.

Das Geräusch von Frauchens Auto und das Brummen von Herrchens Auto kennst Du auch genau.
Du hast uns viel Vertrauen geschenkt, Herrchen sogar noch mehr wie Frauchen. Wir können dich hochheben und uns über dich stellen. Wenn es beim Kämmen zibst, dann ist dein Blick schon komisch, Frauchen guckt genauso komisch zurück, bis Du wieder liegst und alles brav über dich ergehen lässt.
Herrchen hat großen Spaß dran, selbst wie ein Hund zu gähnen und sich die Lippen zu  lecken. Ja, ihr versteht euch gut. Er lernt Hundsprache.
Jetzt kann ich all die verrückten Sachen zu denen wir bereit sind für dich und die du mit uns erlebst aufschreiben.
So werden wir die schönen Dinge im Hunde-Katze-Mensch- Leben festzuhalten. Verrückter Hund. Verrückte Katze. Normal sind hier alle nicht.

Fazit:
Ich bin heute sehr traurig das Maxi nie solche Erlebnisse mit anderen Hunden hatte. Sie war immer ruhig und hat uns die Entscheidungen überlassen. Wir haben sie nie verstanden. Sie war keine Herausforderung.

Roki, Du bist anders. Wir müssen immer 150% geben, dürfen niemals unaufmerksam sein, immer vorher denken, was könnte sein  wenn, den Hund fordern. Für den Hund denken.

Du bist unsicher und es sind noch viele Schritte bis du lernst, an uns zu orientieren.